SV Hailfingen – SpVgg Bieringen/Frommenhausen/Schwalldorf/Obernau 1:3 (0:2)

Der SV Hailfingen musste sich am Sonntag mit 1:3 geschlagen geben. Nach einer verschlafenen Anfangsphase steigerte sich die Mannschaft deutlich, belohnte sich aber trotz starker zweiter Halbzeit nicht ausreichend.

Die ersten 15 Minuten gehörten klar den Gästen – auch weil der SVH zu passiv agierte und nicht richtig ins Pressing fand. Die SpVgg nutzte direkt ihre erste Chance und ging früh mit 0:1 in Führung. Hailfingen kam anschließend besser ins Spiel, erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, doch entweder fehlte der letzte Pass oder die Abschlüsse waren zu ungenau.

Für Diskussionen sorgte eine Szene Mitte der ersten Halbzeit: Nach einem 1‑gegen‑1 von Duarte klärte der gegnerische Torwart klar außerhalb des Strafraums mit der Hand. Eine eigentlich klare rote Karte – doch der Schiedsrichter entschied nur auf Freistoß. Sogar der gegnerische Trainer hat schon mit Rot gerechnet und schickte seinen Ersatztorwart zum Aufwärmen. In dieser Bewertung waren sich beide Teams einig: Der Unparteiische erwischte keinen guten Tag.

Kurz vor der Pause kassierte der SVH dann noch das 0:2, ein unnötiger Treffer, der den Halbzeitstand markierte.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Hailfingen ein komplett anderes Gesicht. Die Mannschaft übernahm das Spiel, war federführend, gewann die Zweikämpfe und kam zu mehreren guten Abschlüssen. Spielerisch und vom Tempo her war der SVH nun klar überlegen – doch entweder rettete der Pfosten oder die Gäste bekamen im letzten Moment noch ein Bein dazwischen.

In dieser Phase fiel das 0:3 nach einem Konter, bei dem die SpVgg ihre Effizienz erneut unter Beweis stellte.

Der SVH gab jedoch nicht auf: In der 80. Minute traf Duarte mit einem platzierten Schuss ins linke Eck zum 1:3. Trotz einer starken Schlussphase gelang kein weiterer Treffer mehr.

Der SV Hailfingen zeigte Moral und eine sehr starke zweite Halbzeit, ließ aber in der Anfangsphase zu viel zu und scheiterte später an fehlender Konsequenz im Abschluss. Die Mannschaft war über weite Strecken das spielbestimmende Team, konnte sich jedoch nicht für den Aufwand belohnen.

Die Leistung und Einstellung der Spieler nach der Pause macht Mut – darauf lässt sich definitiv aufbauen.